Der Beruf des Ocularisten Als Berufung

Das Anfertigen einer natürlich aussehenden Augenprothese ist eine Kunst, die zu erlernen 6-7 Jahre dauert. Es gilt den eigenen Blick für die feinen Details des menschlichen Auges zu schärfen und sie auf die Augenprothese zu übertragen. Hohe manuelle Geschicklichkeit, räumliches Vorstellungsvermögen, Ausdauer und Konzentrationsfähigkeit sind dazu Grundvoraussetzungen. Aber auch viel Einfühlungsvermögen ist erforderlich, denn jeder Mensch empfindet anders.

Im Rahmen der Ausbildung werden darüberhinaus theoretische Kenntnisse aus dem medizinisch / naturwissenschaftlichen Bereich, sowie diverser fachspezifischer Disziplinen vermittelt.

Der Ocularist fertigt die Augenprothese und passt diese dem Patienten an. Er berät und betreut den Patienten in allen Fragen der Ocularistik und führt augenprothetische Versorgungen durch, die im Zusammenhang mit medizinischen Maßnahmen stehen. Hierbei kann es sich um Versorgungen mit Interimsprothesen, Conformern oder Modellanpassungen nach operativen Eingriffen handeln.

 Die Tätigkeit des Ocularisten in Deutschland hat derzeit noch keine staatliche Anerkennung. Die Berufsausbildung jedoch verläuft in zwei Stufen mit jeweiliger Prüfung durch die Berufsverbände DOG/AOV. Die daraus resultierende Berufsqualifikation entspricht den vom SGB V geforderten Anforderungen und wird von den Sozialversicherungsträgern als Qualitätsmerkmal anerkannt.